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		<title>Akteur*innen auf einem Revolutionsbild: Bürgermeister Carl Georg Wenner und seine Nachfolger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 10:11:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem Gemälde „Einzug der Freischaren unter Weißhaar“ hat Friedrich Kaiser 1848 den Bürgermeister und Kaufmann Carl Georg Wenner im Vordergrund links porträtiert. Gegenüber dem Gasthaus zum Wildenmann unterhält er sich auf dem Bürgersteig mit dem Kaufmann und Gemeinderat Johann ... <a title="Akteur*innen auf einem Revolutionsbild: Bürgermeister Carl Georg Wenner und seine Nachfolger" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/akteurinnen-auf-einem-revolutionsbild-buergermeister-carl-georg-wenner-und-seine-nachfolger/" aria-label="Mehr Informationen über Akteur*innen auf einem Revolutionsbild: Bürgermeister Carl Georg Wenner und seine Nachfolger">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1390" aria-describedby="caption-attachment-1390" style="width: 466px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1390" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-300x281.jpg" alt="" width="476" height="446" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-300x281.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-1024x961.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-150x141.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-768x720.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-1536x1441.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1_-Ausschnitt_Revolutionsgemaelde_Wenner-2048x1921.jpg 2048w" sizes="(max-width: 476px) 100vw, 476px" /><figcaption id="caption-attachment-1390" class="wp-caption-text">Gemäldeausschnitt mit Wenner und Calame, DLM Lörrach, Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Auf dem Gemälde „Einzug der Freischaren unter Weißhaar“ hat Friedrich Kaiser 1848 den Bürgermeister und Kaufmann Carl Georg Wenner im Vordergrund links porträtiert. Gegenüber dem Gasthaus zum Wildenmann unterhält er sich auf dem Bürgersteig mit dem Kaufmann und Gemeinderat Johann Friedrich Calame, der ihn um Kopfeslänge überragt. Der „Lange Calame“, seit 1830 mit Wenners Schwester verheiratet, ist unterschiedlich gekleidet noch zwei Mal auf dem Bild zu entdecken: seitlich mit schwarzem Bürgerwehr-Tschako neben dem Revolutionsführer Struve, dem er den Weg nach Steinen erklärt (im Bildausschnitt rechts) und von vorn, mit gescheitelten, dunklen Haaren neben dem Eingang zum „Wildenmann“. Wenner indes, erkennbar an seinem typischen Kinnbart, ist nur einmal abgebildet. Er ist zwar elegant gekleidet, trägt jedoch – im Unterschied zu den anderen Honoratioren – weder Zylinder noch eine andere Kopfbedeckung. Mit schwarz-weißer Kopfhaube geht seine Frau auf ihn zu, neben sich ihre kleine Tochter.</p>
<p>Wenner wurde 1806 als Sohn einer Wirtshausfamilie in Lörrach geboren. Schon seinen Großeltern gehörte das Gasthaus zum Wildenmann, das sie selbst bewirtschafteten. Wie sein Vater, der noch Johann Peter Hebel als Lehrer hatte, besuchte Wenner das Pädagogium in der Basler Straße. Danach erwarb er in einem Internat in der französischen Schweiz kaufmännische Kenntnisse und ging in Italien und der Schweiz auf&#8230; <a href="https://www.badische-zeitung.de/loerrachs-buergermeister-carl-georg-wenner-war-vorkaempfer-fuer-einen-demokratischen-staat" target="_blank" rel="noopener">Für den vollständigen Text hier klicken</a></p>
<figure id="attachment_1391" aria-describedby="caption-attachment-1391" style="width: 304px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-1391" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-220x300.jpg" alt="" width="314" height="428" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-220x300.jpg 220w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-752x1024.jpg 752w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-110x150.jpg 110w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-768x1046.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-1128x1536.jpg 1128w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach-1503x2048.jpg 1503w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2_Wenner_Foto-StA-Loerrach.jpg 1673w" sizes="(max-width: 314px) 100vw, 314px" /><figcaption id="caption-attachment-1391" class="wp-caption-text">Bürgermeister Wenner, um 1862, Fotorepro: Stadtarchiv Lörrach</figcaption></figure>
<p>Für Deutschland wünschte sich Wenner einen demokratischen Bundesstaat nach Schweizer Vorbild. Dieser sollte nicht gewaltsam, sondern durch die gewählte Frankfurter Nationalversammlung durchgesetzt werden, weshalb er den ersten badischen Aufstand ablehnte: Als am 20. April 1848 die Weißhaar-Kolonne mit Struve in Lörrach einzog, weigerte sich die Stadt, ein Aufgebot zu stellen und Hecker zu Hilfe zu eilen.</p>
<p>Erst im zweiten Badischen Aufstand unter Struve schloss sich Wenner mit vielen anderen Lörracher Bürgern der Revolution an und beteiligte sich am Gefecht in Staufen. Als Wenner aus dem Schweizer Exil zurückkehrte, setzten ihn die großherzoglichen Behörden als Bürgermeister ab und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, den demokratischen Volksverein in Lörrach mitzugründen. Im April 1849 wurde das Strafverfahren in Freiburg gegen ihn eingestellt und er&#8230;. <a href="https://www.badische-zeitung.de/loerrachs-buergermeister-carl-georg-wenner-war-vorkaempfer-fuer-einen-demokratischen-staat" target="_blank" rel="noopener">Für den vollständigen Text hier klicken</a></p>
<figure id="attachment_1393" aria-describedby="caption-attachment-1393" style="width: 311px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-1393" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-4-_-Feldkirchner_Foto-193x300.jpg" alt="" width="321" height="499" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-4-_-Feldkirchner_Foto-193x300.jpg 193w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-4-_-Feldkirchner_Foto-97x150.jpg 97w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-4-_-Feldkirchner_Foto.jpg 382w" sizes="(max-width: 321px) 100vw, 321px" /><figcaption id="caption-attachment-1393" class="wp-caption-text">Bürgermeister Feldkirchner, DLM Lörrach, Fotorepro: C. Hoécker</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Lörrach hatte das „Glück und Talent, von 1844 bis 1877 nacheinander fast ausnahmslos lauter ausgezeichnete Bürgermeister zu finden“, schrieb der Ex-Gemeinderat Eduard Kaiser in seinen 1877 beendeten Memoiren. Dazu zählt er die Bürgermeister Wenner (1806–1863), Calame (1802–1861), Johann Paul Feldkirchner (1815–1869) und Johann Josef Grether (1840–1910), die alle auf dem Revolutionsbild von 1848 zu sehen sind.</p>
<p><span style="font-size: inherit;">Bis auf Grether waren es keine Alteingesessenen:  Wenners Großmutter väterlicherseits stammte aus Basel, sein Großvater, Küfermeister, ursprünglich aus dem Großherzogtum Hessen. Calames Vater war aus dem Schweizer Jura und Feldkirchner aus dem bayerischen Fürth nach Lörrach eingewandert, um sich 1841 als Sattler selbstständig zu machen. Als Gemeinderat war Feldkirchner wie Wenner an der Revolution beteiligt.<br />
</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: inherit;">Mit Ausnahme von Grether sind diese freisinnigen Bürgermeister in Vergessenheit geraten. Kein Denkmal oder Straßenname erinnern an sie. Was insbesondere bei Wenner verwunderlich ist, der Lörrach besonnen und couragiert durch die Revolution 1848/49 geführt hatte. Als Grether 1906 als Bürgermeister zurücktrat, ging eine lange Friedenszeit zu Ende. Deutschlandweit triumphierten die militärbegeisterten Obrigkeitshörigen und Opportunisten, die Heinrich Mann in seinem Roman „Der Untertan“ vor Beginn des Ersten Weltkriegs überspitzt beschrieb.</span></p>
<p>(c) Carola Hoécker, 2025</p>
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		<title>Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Friedrich Neff, der &#8222;rote&#8220; Student</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/friedrich-neff-student-revolutionaer-und-akteur-auf-einem-revolutionsbild-von-1848/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 19:49:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem Gemälde „Einzug der Freischaren unter Weißhaar in Lörrach“ porträtierte der Maler Friedrich Kaiser auch den 26-jährigen Friedrich Neff. Eine zylinderförmige Studentenmütze auf dem Kopf steht er etwas verdeckt rechts hinter dem Revolutionsführer Gustav Struve. Als einer der wenigen ... <a title="Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Friedrich Neff, der &#8222;rote&#8220; Student" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/friedrich-neff-student-revolutionaer-und-akteur-auf-einem-revolutionsbild-von-1848/" aria-label="Mehr Informationen über Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Friedrich Neff, der &#8222;rote&#8220; Student">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1371" aria-describedby="caption-attachment-1371" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1371 size-medium" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bildausschnitt-300x281.jpg" alt="" width="300" height="281" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bildausschnitt-300x281.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bildausschnitt-150x141.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bildausschnitt.jpg 576w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1371" class="wp-caption-text">Friedrich Neff rechts hinter Gustav Struve, Gemäldeausschnitt, Foto: Carola Hoécker</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1372" aria-describedby="caption-attachment-1372" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1372 size-medium" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Schuldschein-DLM-Loerrach-Scan-mit-Logo-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Schuldschein-DLM-Loerrach-Scan-mit-Logo-300x231.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Schuldschein-DLM-Loerrach-Scan-mit-Logo-1024x787.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Schuldschein-DLM-Loerrach-Scan-mit-Logo-150x115.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Schuldschein-DLM-Loerrach-Scan-mit-Logo-768x590.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Schuldschein-DLM-Loerrach-Scan-mit-Logo.jpg 1036w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1372" class="wp-caption-text">Schuldschein für die Republik, den Neff im Schweizer Exil drucken ließ, DLM Lörrach</figcaption></figure>
<p>Auf dem Gemälde „Einzug der Freischaren unter Weißhaar in Lörrach“ porträtierte der Maler Friedrich Kaiser auch den 26-jährigen Friedrich Neff. Eine zylinderförmige Studentenmütze auf dem Kopf steht er etwas verdeckt rechts hinter dem Revolutionsführer Gustav Struve. Als einer der wenigen schloss er sich in Lörrach dem Weißhaar-Zug an. Während der Revolution wurde Struve zu seinem Idol. Dieser wiederum schätzte Neffs Offenheit, Zuverlässigkeit und Organisationstalent.<br />
<span style="font-size: inherit;"><br />
Friedrich Neff wurde 1821 in Rümmingen bei Lörrach geboren, einem Ort mit damals 200 Einwohnern. Er war das einzige Kind des Küfermeisters Jacob Neff&#8230; <strong><a title="Hier geht der Text weiter" href="https://www.badische-zeitung.de/der-ruemminger-friedrich-neff-war-bis-zu-seinem-tod-ein-gluehender-verfechter-der-revolution" target="_blank" rel="noopener">Für den vollständigen Text hier klicken</a></strong></span></p>
<figure id="attachment_1373" aria-describedby="caption-attachment-1373" style="width: 500px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1373" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Erschiessung-Friedrich-Neffs-am-9.-August-1849-in-Freiburg-300x214.jpg" alt="" width="510" height="364" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Erschiessung-Friedrich-Neffs-am-9.-August-1849-in-Freiburg-300x214.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Erschiessung-Friedrich-Neffs-am-9.-August-1849-in-Freiburg-150x107.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Erschiessung-Friedrich-Neffs-am-9.-August-1849-in-Freiburg.jpg 689w" sizes="(max-width: 510px) 100vw, 510px" /><figcaption id="caption-attachment-1373" class="wp-caption-text">Neffs Hinrichtung am 9. August 1849 in Freiburg, DLM Lörrach</figcaption></figure>
<p>Anfang Juli 1849 wurde Neff bei seinem Versuch, über Breisach nach Frankreich zu fliehen, an der Grenze verhaftet. Nach einmonatiger Haft verurteilte ihn ein Standgericht in Freiburg zum Tod. In seinem letzten Brief bat er seine Mutter, die Erinnerung an ihn und den Kampf für die Freiheit wachzuhalten. Diesen Wunsch erfüllte sie durch die Errichtung eines Grabdenkmals in Rümmingen. Einen Teil seines Vermögens sollte seine Mutter befreundeten Revolutionären und seiner Verlobten Anna Maria Frei in Rümmingen vermachen. Am Folgetag, dem 9. August 1849, wurde Neff in Freiburg erschossen.</p>
<p>In einer Schrift hatte Neff für die deutschen Staaten eine demokratisch-soziale Politik und „Bundesrepublik“ gefordert. Mit der Gründung der BRD im Mai 1949 haben sich – 100 Jahre nach der Badischen Revolution – diese Ziele langfristig verwirklicht. Freiheit, Wohlstand und Bildung für alle sind für uns heute eine Selbstverständlichkeit.</p>
<p>(c) Carola Hoécker, 2025</p>
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		<title>Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Arzt Carl Friedrich Brodhag und die Freiheitskämpferin Amalie Struve</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/der-arzt-carl-friedrich-brodhag-akteur-auf-einem-revolutionsbild/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 10:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Carl Friedrich Brodhag (1795-1855), der als Arzt in Lörrach praktizierte, war ein faszinierendes Kuriosum und schien einer Kalendergeschichte Johann Peter Hebels entsprungen zu sein. Seine Kollegen Eduard Kaiser und Adolf Kussmaul, ein bedeutender Internist, berichteten ausführlich in ihren Memoiren über ... <a title="Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Arzt Carl Friedrich Brodhag und die Freiheitskämpferin Amalie Struve" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/der-arzt-carl-friedrich-brodhag-akteur-auf-einem-revolutionsbild/" aria-label="Mehr Informationen über Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Arzt Carl Friedrich Brodhag und die Freiheitskämpferin Amalie Struve">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1349" aria-describedby="caption-attachment-1349" style="width: 380px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1349" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker-300x263.jpg" alt="Gemäldeausschnitt mit Brodhag, April 1848, Foto: C.  Hoécker" width="390" height="342" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker-300x263.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker-1024x898.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker-150x131.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker-768x673.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker-1536x1346.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1.-Brodhag-im-Kreis-seiner-Familie-Bildausschnitt-Foto-Hoecker.jpg 1839w" sizes="(max-width: 390px) 100vw, 390px" /><figcaption id="caption-attachment-1349" class="wp-caption-text">Gemäldeausschnitt mit Brodhag, April 1848, Foto: C.  Hoécker</figcaption></figure>
<p>Carl Friedrich Brodhag (1795-1855), der als Arzt in Lörrach praktizierte, war ein faszinierendes Kuriosum und schien einer Kalendergeschichte Johann Peter Hebels entsprungen zu sein. Seine Kollegen Eduard Kaiser und Adolf Kussmaul, ein bedeutender Internist, berichteten ausführlich in ihren Memoiren über ihn. Eduards Bruder Friedrich Kaiser hat 1848 auf dem Gemälde „Einzug der Freischaren“ Brodhag im rechten Bildvordergrund rückseitig in Dreiviertelansicht mit Familie porträtiert.<br />
Kennzeichnend für Brodhag waren laut Eduard Kaiser seine großen Fledermausohren, deren Farbe auf einen schlechten Gesundheitszustand schließen ließe, und seine Tabakspfeife, die immer in seinem Mund steckte.<br />
Er trägt einen Zylinder und schwarzen Frack, aus dessen Innentasche ein Schnupftuch hängt. Ländlich wirkende Kniebundhosen und Schnallenschuhe bedecken seine mageren Beine. Um ihn herum stehen in Markgräfler Tracht seine ältere, unverheiratete Schwester, die auf die durchziehenden Freischärler zeigt, sowie seine kleinere Ehefrau und ein junger Mann mit Studentenmütze&#8230; <a href="https://www.badische-zeitung.de/carl-friedrich-brodhag-ging-als-arzt-rabauke-und-revolutionaer-in-die-geschichte-von-loerrach-ein" target="_blank" rel="noopener">Für den vollständigen Text hier klicken</a> &#8230;Arzt äußerst kompetent und bei seinen Patienten beliebt. 1834 wechselte er von Kandern nach Lörrach, wo sein Vater bereits seit vielen Jahren als Amtsarzt arbeitete. Damit verschärfte sich die Konkurrenz für Eduard und seinen Vater Johann Kaiser, die ebenfalls als Ärzte in Lörrach praktizierten, wo kaum mehr als 2000 Einwohner lebten. Eduard Kaiser beschrieb Brodhag als Choleriker, Ebenbild von Don Quixote und ewigen Studenten, dessen Welt nur aus „hundsgemeinen Philistern oder flotten Burschen“ bestehe. Zu Letzteren zählte Brodhag offenbar auch den Studenten und späteren Revolutionär Friedrich Neff, dem er 1846 schrieb, um mit ihm gemeinsame politische Ansichten zu besprechen.</p>
<figure id="attachment_1351" aria-describedby="caption-attachment-1351" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1351" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1-242x300.jpg" alt="Brief Brodhags an den Studenten Friedrich Neff in Basel, 27. November 1846,, DLM Lörrach, Foto: C. Hoécker" width="260" height="322" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1-242x300.jpg 242w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1-825x1024.jpg 825w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1-121x150.jpg 121w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1-768x953.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1-1238x1536.jpg 1238w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/APN-1401-Brief-an-Neff-1846-1.jpg 1331w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption id="caption-attachment-1351" class="wp-caption-text">Brief Brodhags an den Studenten Friedrich Neff in Basel, 27. November 1846,, DLM Lörrach, Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Begeistert beteiligte sich Brodhag im September 1848 am zweiten Badischen Aufstand und quartierte den Revolutionsführer Gustav Struve mit seiner Ehefrau Amalie bei sich in Lörrach ein. Mit einer Sense in der Hand soll Brodhag bei einer Volksversammlung geschrien haben: „Gott straf&#8216; mich, wollt Ihr die Freiheit erringen, so greift zur Sense!“  Als Rittmeister der Freischärler-Kavallerie nahm er am Gefecht bei Staufen teil, floh jedoch angesichts der überlegenen Regierungstruppen ins Exil nach Basel. Enttäuscht schwor er in der Folgezeit allem Politischen ab. Seine überwiegend wirren Aufzeichnungen vermachte er Eduard Kaiser, der ihn als Arzt betreute. Schwer an Tuberkulose erkrankt starb Carl Friedrich Brodhag 1855 mit 60 Jahren in Lörrach.</p>
<figure id="attachment_1350" aria-describedby="caption-attachment-1350" style="width: 380px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1350 " src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Amalie-Struve-hinter-Gustav-Struve-Foto-Hoecker-300x184.jpg" alt="" width="390" height="239" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Amalie-Struve-hinter-Gustav-Struve-Foto-Hoecker-300x184.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Amalie-Struve-hinter-Gustav-Struve-Foto-Hoecker-150x92.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-3-Amalie-Struve-hinter-Gustav-Struve-Foto-Hoecker.jpg 596w" sizes="(max-width: 390px) 100vw, 390px" /><figcaption id="caption-attachment-1350" class="wp-caption-text">Gemäldeausschnitt mit Amalie Struve hinter ihrem Ehemann Gustav Struve, April 1848, Foto: C.  Hoécker</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;"><strong>Behind a great man there is a great woman –</strong> <strong>Neuentdeckung auf dem Revolutionsbild<br />
</strong>Auch die 23-jährige Publizistin und Revolutionärin Amalie Struve (geborene Siegrist) aus Mannheim porträtierte der Maler Friedrich Kaiser auf dem Wimmelbild, obwohl sie am 20. April 1848 ihren Ehegatten Gustav Struve gar nicht begleitet hatte, sondern erst beim zweiten Badischen Aufstand im September. Sie trägt Männerkleidung und steht etwas versteckt direkt hinter dem Revolutionsführer.</p>
<p>(c) Carola Hoécker, 2025</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Ich hab´ so gern die grüne Au statt Akten im Gesicht.“ Der badische Jurist Max Heinsheimer  (1832–1892)</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/blog/ich-hab-so-gern-die-gruene-au-statt-akten-im-gesicht-der-badische-jurist-max-heinsheimer-1832-1892/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 01:14:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Rhein bei Karlsruhe erinnert unweit des 1853 errichteten Tulla-Denkmals ein schlichter, etwas verwitterter Gedenkstein an den Tod des badischen Juristen Max Heinsheimer. Auf dem vorderseitigen, geglätteten Innenfeld sind seine Namensinitialen mit Sterbedatum eingraviert. Heinsheimer entstammte einer jüdischen Familie aus ... <a title="„Ich hab´ so gern die grüne Au statt Akten im Gesicht.“ Der badische Jurist Max Heinsheimer  (1832–1892)" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/blog/ich-hab-so-gern-die-gruene-au-statt-akten-im-gesicht-der-badische-jurist-max-heinsheimer-1832-1892/" aria-label="Mehr Informationen über „Ich hab´ so gern die grüne Au statt Akten im Gesicht.“ Der badische Jurist Max Heinsheimer  (1832–1892)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1334" aria-describedby="caption-attachment-1334" style="width: 346px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1334 " src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein-225x300.jpg" alt="Gedenkstein für Max Heinsheimer am Rhein bei Karlsruhe, Foto: Carola Hoécker" width="356" height="474" data-wp-editing="1" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein-225x300.jpg 225w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein-768x1024.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein-113x150.jpg 113w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein-1152x1536.jpg 1152w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein-1536x2048.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer_Gedenkstein_KA_Rhein.jpg 1920w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /><figcaption id="caption-attachment-1334" class="wp-caption-text">Gedenkstein für Max Heinsheimer am Rhein bei Karlsruhe, Foto: Carola Hoécker</figcaption></figure>
<p>Am Rhein bei Karlsruhe erinnert unweit des 1853 errichteten Tulla-Denkmals ein schlichter, etwas verwitterter Gedenkstein an den Tod des badischen Juristen Max Heinsheimer. Auf dem vorderseitigen, geglätteten Innenfeld sind seine Namensinitialen mit Sterbedatum eingraviert.</p>
<p>Heinsheimer entstammte einer jüdischen Familie aus Bretten. Zwei seiner jüngeren Geschwister wanderten in den 1850er-Jahren in die USA aus, wo Juden als gleichberechtigte Staatsbürger bessere Arbeitsbedingungen hatten. Max blieb in Deutschland und hatte Glück: Nach dem Jurastudium an der Universität Heidelberg absolvierte er sein Referendariat in Freiburg im Breisgau. Die 1862 im Großherzogtum Baden gesetzlich festgelegte Gleichberechtigung der Juden erlaubte ihm den Weg in den Staatsdienst, was seinem Vater als Jurist noch verwehrt gewesen war. Enthusiastisch feierte Max Heinsheimer in einer Rede vor der jüdischen Gemeinde in Freiburg 1863 diese Gleichstellung zusammen mit dem 50-jährigen Jubiliäum der Völkerschlacht bei Leipzig.</p>
<p>Im Folgejahr arbeite Heinsheimer als Sekretär am Freiburger Hofgericht und bis 1868 in Lörrach als Kreisgerichtsassessor. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 war er zunächst als Kreisgerichtsrat in Mannheim tätig, wo er sich als Nationalliberaler für die Lokalpolitik engagierte. 1879 wechselte er nach Karlsruhe ans Oberlandesgericht. Als Herausgeber der Zeitschrift für Französisches Zivilrecht veröffentlichte er Aufsätze zum badischen, französischen und englischen Recht. Er wirkte auch bei den Vorarbeiten zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit. Sein ältester Sohn, der Jurist Karl Heinsheimer (1869–1929), sollte später als Universitätsprofessor in Heidelberg das Seminar für internationales Wirtschaftsrecht gründen.</p>
<figure id="attachment_1333" aria-describedby="caption-attachment-1333" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1333" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer-Max-Portraet-200x300.jpg" alt="" width="320" height="480" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer-Max-Portraet-200x300.jpg 200w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer-Max-Portraet-684x1024.jpg 684w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer-Max-Portraet-100x150.jpg 100w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer-Max-Portraet-768x1151.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Heinsheimer-Max-Portraet.jpg 797w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" /><figcaption id="caption-attachment-1333" class="wp-caption-text">Max Heinsheimer 1868, Dreiländermuseum Lörrach, Repro: Carola Hoécker</figcaption></figure>
<p>Vor einigen Jahren stieß ich In einem Privatnachlass in Freiburg auf einen Briefumschlag mit einem Foto und Abschiedsgedicht Heinsheimers vom 20. August 1868 an Johanna Pflüger (geb. Müller). Zusammen mit ihrem Ehemann Marcus Pflüger führte sie in Lörrach das Gasthaus zum Hirschen, wo Heinsheimer Tischabonnent war. In höchsten Tönen lobt er die Gastfreundschaft des „Mütterlein“ und ihren Oberländer Wein. Auch schreibt er: „Ich hab so gern die grüne Au / statt Akten im Gesicht“. Die grüne Au ist womöglich eine Anspielung auf Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte / mir wird nichts mangeln. / Er weidet mich auf einer grünen Aue / und führet mich zum frischen Wasser“).<br />
Vielleicht dachte der Oberlandesgerichtsrat Max Heinsheimer an diesen Psalm, als er unter Depressionen leidend im Rhein bei Maxau (Karlsruhe) den Tod suchte. Seit dem 4. Januar 1892 galt er als vermisst, einen Teil seiner Kleidung hatte er in der Nähe des heutigen Gedenksteins liegen lassen. Am 17. Februar gab sein Sohn Karl eine Suchanzeige in den Zeitungen auf (u.a. im Generalanzeiger der Stadt Mannheim) mit einer Beschreibung seines Vaters. Am 24. Juni bot er 400 Mark als Belohnung für dessen Auffinden an.  Doch erst nach zweieinhalb Jahren, am 30. Juli 1894, wurde die Leiche seines Vaters im Rhein bei Leopoldshafen gefunden, wie der Generalanzeiger am darauffolgenden Tag meldete. In den Badischen Biografien blieb sein Freitod unerwähnt, auch die spätere Literatur verschweigt ihn. Im Unterschied zum Tulla-Denkmal gibt es für den Gedenkstein bis heute vor Ort keine Erläuterungstafeln oder andere Hinweise.</p>
<p>Vgl. zu Quellen und Literatur: Carola Hoécker, Vom Freischärler zum Parlamentarier, Karlsruhe, Bretten 2019, S. 47f.</p>
<p>© Carola Hoécker, 20.07.2025</p>
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		<title>Übersetzungslektorat einer historischen Graphic Novel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 17:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Graphic Novel]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine aus dem Französischen übersetzte Graphic Novel gegen die Mythologisierung und das Vergessen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland. Weitere Informationen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="https://www.knesebeck-verlag.de/die_letzten_100_tage_hitlers/t-1/1340" target="_blank" rel="noopener"><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1322 alignleft" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/934-6_cover_die-letzten-100-tage-hitlers_3d_final_i5rqhq-215x300.webp" alt="" width="496" height="692" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/934-6_cover_die-letzten-100-tage-hitlers_3d_final_i5rqhq-215x300.webp 215w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/934-6_cover_die-letzten-100-tage-hitlers_3d_final_i5rqhq-108x150.webp 108w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/934-6_cover_die-letzten-100-tage-hitlers_3d_final_i5rqhq.webp 400w" sizes="(max-width: 496px) 100vw, 496px" /></a>Eine aus dem Französischen übersetzte Graphic Novel gegen die Mythologisierung und das Vergessen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland. <a href="https://www.knesebeck-verlag.de/die_letzten_100_tage_hitlers/t-1/1340" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen</a></p>
<p style="text-align: left;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Sammlungserschließung in museum-digital, gefördert durch Landesmittel</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/digitale-sammlungserschliessung-in-museum-digital-durch-landesmittel-gefoerdert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 18:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
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		<category><![CDATA[museum-digital]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als 400 Exponate der Dauerausstellung (Schwerpunkt römische Archäologie) habe ich bisher für das Lobdengau-Museum Ladenburg in der Datenbank erfasst und publiziert, natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Museumsteam. Hier gehts zur Sammlungdatenbank: Klicken Die Lokalzeitung berichtete über das spannende ... <a title="Digitale Sammlungserschließung in museum-digital, gefördert durch Landesmittel" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/digitale-sammlungserschliessung-in-museum-digital-durch-landesmittel-gefoerdert/" aria-label="Mehr Informationen über Digitale Sammlungserschließung in museum-digital, gefördert durch Landesmittel">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 400 Exponate der Dauerausstellung (Schwerpunkt römische Archäologie) habe ich bisher für das Lobdengau-Museum Ladenburg in der Datenbank erfasst und publiziert, natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Museumsteam. Hier gehts zur Sammlungdatenbank: <a href="https://bawue.museum-digital.de/institution/161" target="_blank" rel="noopener">Klicken</a></p>
<p>Die Lokalzeitung berichtete über das spannende Projekt:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1297 alignleft" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-241x300.jpg" alt="" width="1333" height="1659" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-241x300.jpg 241w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-823x1024.jpg 823w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-121x150.jpg 121w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-768x956.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1.jpg 1100w" sizes="(max-width: 1333px) 100vw, 1333px" />                                                                                                                                                                                          <a href="https://www.weikmedien.de/ladenburg/c-aktuelles/das-lobdengau-museum-tritt-in-das-digitale-zeitalter-ein_a70976" target="_blank" rel="noopener">Hier gehts weiter</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bundesarchiv Rastatt, 14.11.2024: Ausstellen in Revolutionszeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2024 23:28:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die 14. Veranstaltung der Vortragsreihe &#8222;Es lebe die Freiheit! Menschen in der Revolution 1848/49“ bildet den Abschluss des Jubiläumsprogramms der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte in Rastatt. Mit dem badischen Maler Friedrich Kaiser widmet sich der Vortrag einem der bekanntesten Illustratoren der Badischen Revolution, ... <a title="Bundesarchiv Rastatt, 14.11.2024: Ausstellen in Revolutionszeiten" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/bundesarchiv-rastatt-14-11-2024-ausstellen-in-revolutionszeiten/" aria-label="Mehr Informationen über Bundesarchiv Rastatt, 14.11.2024: Ausstellen in Revolutionszeiten">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1244 alignleft" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-212x300.jpg" alt="" width="875" height="1238" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-212x300.jpg 212w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-724x1024.jpg 724w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-106x150.jpg 106w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-768x1086.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-1086x1536.jpg 1086w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung-1448x2048.jpg 1448w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Foto_Rastatt_Ausstellung.jpg 1490w" sizes="(max-width: 875px) 100vw, 875px" />Die 14. Veranstaltung der Vortragsreihe &#8222;Es lebe die Freiheit! Menschen in der Revolution 1848/49“ bildet den Abschluss des Jubiläumsprogramms der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte in Rastatt.</p>
<p>Mit dem badischen Maler Friedrich Kaiser widmet sich der Vortrag einem der bekanntesten Illustratoren der Badischen Revolution, dessen Gemälde und Zeichnungen unser Bild von der Revolution 1848/49 bis heute prägen. Anhand seiner Gemälde und Zeichnungen öffnet der Vortrag ein Zeitfenster in das dramatische Revolutionsgeschehen vor 175 Jahren.</p>
<p>1848/49 steckte die Fotografie noch in den Kinderschuhen. Umso wichtiger waren Lithografien, Zeichnungen und Gemälde, die den Menschen die Revolution &#8222;vor Augen führten“. Der in Lörrach geborene Friedrich Kaiser zählte zu den Pionieren der modernen Bildberichterstattung in Deutschland und wurde in den Revolutionsjahren Zeuge vieler einschneidender Ereignisse.</p>
<p>So erlebte er im April 1848 während des ersten Badischen Aufstands den Einzug der Freischaren unter Joseph Weißhaar in Lörrach. Das Gemälde, auf dem er den historischen Moment festhielt, stellte er schon wenige Monate später im Karlsruher Kunstverein aus. Neben dem Revolutionsführer Gustav Struve fand sich auf dem Bild unter anderem auch der Maler selber.<br />
Jüngste Entdeckungen führen zu weiteren vielschichtigen Interpretationen. Hierzu zählen die als Mann getarnte Revolutionärin Amalie Struve und „Dorfdioskuren“ aus dem Schwarzwald, die die Forderung nach der rechtlichen Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung symbolisieren.</p>
<p>Kaiser stellte im Karlsruher Kunstverein noch weitere Werke aus, in denen er als badischer Hofmaler seine Sympathie für die Revolution verbergen musste. Sie werden ebenfalls im Vortrag thematisiert.</p>
<h5> <a href="https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/vor-ort-entdecken/veranstaltungen/termin/der-maler-friedrich-kaiser-1815-1889-ausstellen-in-revolutionszeiten-baden-wuerttemberg-14-11-2024/" target="_blank" rel="noopener">Link zur Veranstaltung</a></h5>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Ein Revolutionsbild von 1848 wird entschlüsselt. 26. September 2024, 19 Uhr</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/bildvortrag-in-den-reiss-engelhorn-museen-mannheim-ein-revolutionsbild-von-1848-wird-entschluesselt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 08:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Wilhelm Hitzig]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://buch-und-museum.de/?p=1137</guid>

					<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 26. September lädt der Mannheimer Altertumsverein zu einem Vortrag in die Reiss-Engelhorn-Museen ein. Im Mittelpunkt steht um 19 Uhr ein Revolutionsbild von 1848, das die Heidelberger Historikerin Dr. Carola Hoécker entschlüsseln konnte. Das großformatige Ölgemälde über den ... <a title="Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Ein Revolutionsbild von 1848 wird entschlüsselt. 26. September 2024, 19 Uhr" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/bildvortrag-in-den-reiss-engelhorn-museen-mannheim-ein-revolutionsbild-von-1848-wird-entschluesselt/" aria-label="Mehr Informationen über Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Ein Revolutionsbild von 1848 wird entschlüsselt. 26. September 2024, 19 Uhr">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header class="entry-header"></header>
<figure id="attachment_1141" aria-describedby="caption-attachment-1141" style="width: 484px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1141" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve-300x200.jpg" alt="" width="494" height="329" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve-300x200.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve-1024x682.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve-150x100.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve-768x511.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve-1536x1022.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Revolutionsbild-Ausschnitt-mit-Struve.jpg 2037w" sizes="(max-width: 494px) 100vw, 494px" /><figcaption id="caption-attachment-1141" class="wp-caption-text">Gemäldeausschnitt mit dem Revolutionsführer Gustav Struve am 20. April 1848</figcaption></figure>
<p>Am Donnerstag, den 26. September lädt der Mannheimer Altertumsverein zu einem Vortrag in die Reiss-Engelhorn-Museen ein. Im Mittelpunkt steht um 19 Uhr ein Revolutionsbild von 1848, das die Heidelberger Historikerin Dr. Carola Hoécker entschlüsseln konnte. Das großformatige Ölgemälde über den Durchzug der Freischaren in Lörrach am 20. April 1848 stammt von dem Hofmaler Friedrich Kaiser. Er zählt zu den bekanntesten Illustratoren der Revolution in Baden und zeigt diese zwischen friedlichem und gewaltsamem Radikalismus.<br />
Das Werk gleicht mit seinen vielen Personen und Details einem Wimmelbild. Die Referentin stellt an diesem Abend neue Erkenntnisse vor. Ihr ist es erstmals gelungen, auf dem Bild den Revolutionsführer Gustav Struve aus Mannheim, den Maler selbst und weitere Persönlichkeiten zu identifizieren. Der Vortrag findet im Florian-Waldeck-Saal im Museum Zeughaus C5 statt. Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Der Abend ist Teil der Vortragsreihe des Mannheimer Altertumsvereins. Regelmäßig beleuchten Experten abwechslungsreiche Themen von Regionalgeschichte über Archäologie bis hin zu Kunstgeschichte. Alle Termine gibt es im Veranstaltungskalender unter <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.rem-mannheim.de" target="_blank" rel="noopener">www.rem-mannheim.de</a>.  <em>(aus: https://www.mrn-news.de)<br />
</em></p>
<p>Presse: Mannheimer Morgen, 24.09.2024 <a href="https://www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-revolutionaer-gustav-struve-auf-einem-bild-entdeckt-_arid,2245670.html" target="_blank" rel="noopener">hier klicken</a></p>
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		<title>Likör bannt die Kriegsgefahr. Haager Dialoge oder gelebte Krisenbewältigung</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/blog/likoer-scheint-die-kriegsgefahr-zu-bannen-haager-dialoge-oder-gelebte-krisenbewaeltigung-vor-ausbruch-des-ersten-weltkriegs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 06:26:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Ständige Schiedshof in Den Haag, 1899 auf der ersten internationalen Friedenskonferenz von 24 Staaten gegründet, vermittelt bis heute bei internationalen Streitfragen und Konflikten. Am häufigsten wurde er vor dem Ersten Weltkrieg zu Rate gezogen. Auf der zweiten Haager Friedenkonferenz ... <a title="Likör bannt die Kriegsgefahr. Haager Dialoge oder gelebte Krisenbewältigung" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/blog/likoer-scheint-die-kriegsgefahr-zu-bannen-haager-dialoge-oder-gelebte-krisenbewaeltigung-vor-ausbruch-des-ersten-weltkriegs/" aria-label="Mehr Informationen über Likör bannt die Kriegsgefahr. Haager Dialoge oder gelebte Krisenbewältigung">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_1056" aria-describedby="caption-attachment-1056" style="width: 622px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1056" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-300x224.jpg" alt="Französisches Werbeplakat zum Likör &quot;La Menthe Pastille&quot;, auf dem die europäischen Staatsoberhäupter während der Friedenskonferenz von Den Haag in fröhlicher Runde Likör trinken, denn: &quot;Le Péril conjuré par!!&quot; [dt.: Die Gefahr entfernt sich dadurch!!!], Original-Farblithografie, 1913" width="632" height="471" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-300x224.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-1024x763.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-150x112.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-768x572.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-1536x1145.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-2048x1527.jpg 2048w" sizes="(max-width: 632px) 100vw, 632px" /><figcaption id="caption-attachment-1056" class="wp-caption-text">Die europäischen Großmächte im Schiedshof von Den Haag, französisches Werbeplakat von Eugen Ogé, 1913. Dreiländermuseum Lörrach, Inv.-Nr. PL 2102</figcaption></figure>Der Ständige Schiedshof in Den Haag, 1899 auf der ersten internationalen Friedenskonferenz von 24 Staaten gegründet, vermittelt bis heute bei internationalen Streitfragen und Konflikten. Am häufigsten wurde er vor dem Ersten Weltkrieg zu Rate gezogen. Auf der zweiten Haager Friedenkonferenz 1907 gelang ein Abkommen über Pflichte und Rechte neutraler Staaten wie der Schweiz und Belgien, doch kein Beschluss zu einer allgemeinen Abrüstung. Auch die Einführung einer obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit scheiterte aufgrund der Ablehnung des deutschen Kaisers Wilhelm II. Diese sollte 1914 bei einer dritten Friedenskonferenz durch die Einführung des Mehrheitsprinzips geregelt werden.<br />
In Frankreich schlug sich der Wunsch nach einer friedlichen Zukunft sogar visionär in der Werbung nieder: Auf dem 120 x 160 cm großen Plakat von 1913 versammeln sich die europäischen Großmächte am runden Tisch im Schiedshof von Den Haag, um Streitigkeiten beizulegen und einen Ausweg aus der Balkankrise zu finden. Alle Hauptkonflikte sind personifiziert, scheinen aber noch friedlich lösbar. Detailfreudig und überzeichnet vom Plakatkünstler Eugène Ogé dargestellt, trinken die Staatsoberhäupter den bekannten Likör Menthe Pastille und sind überwiegend bester Laune. Laut Werbeslogan und Trinkspruch „Le Péril conjuré“ bannt der wundersame Likör die drohende Kriegsgefahr.</p>
<p>Raymond Poincaré, seit 1913 französischer Staatpräsident, bringt als Vorsitzender rechts am Tisch mit erhobenem Glas den Trinkspruch aus. Er ist der einzige unter den fast allesamt miteinander Verwandten, der weder Uniform noch Adelstitel trägt. Als Unterstützer der russischen Balkanpolitik steht er neben Zar Nikolaus II. Dessen rechte Hand ruht brüderlich auf den mächtigen Schultern des bulgarischen Zaren Ferdinand I., der in der Tischmitte sitzt. In seinen Armen hält Ferdinand breit lächelnd zwei handpuppengroße Balkankönige: Rechts Peter I. von Serbien, der mit geschlossenen Augen aus dem Likörglas trinkt, links dessen Schwiegervater Nikola I. von Montenegro, der wie ein wild gewordener Derwisch mit geöffnetem Mund seine Hände nach dem Glas ausstreckt. Der im Balkankonflikt neutral gebliebene italienische König Viktor Emanuel III. versucht mit erhobenem Zeigefinger, seinen Schwiegersohn aus Montenegro zu beruhigen. Auf dem Tisch krabbelt in traditioneller Landestracht der Schwager des deutschen Kaisers, der griechische König Konstantin I. Er schaut so tief ins Glas, dass sein Gesicht nicht zu sehen ist. Serbien, Bulgarien, Montenegro und Griechenland verkörpern den Balkanbund gegen das Osmanische Reich.</p>
<p>Dahinter segnet der offensichtlich schon betrunkene österreichische Kaiser Franz Joseph mit erhobenen Händen diesen konfliktbeladenen, von Russland geförderten Bund. Er hält dabei seine Augen geschlossen und wirkt dadurch wie ein Schlafwandler, der in sein Unglück rennt: Schon ein Jahr später stirbt beim Attentat von Sarajevo sein Sohn und Thronfolger. Eine Kettenreaktion durchläuft die verschiedenen komplexen Staatenbündnisse; eine Reihe von Missverständnissen, Unklarheiten und das Versagen der Diplomatie führen schließlich zum Ersten Weltkrieg. Franz Joseph, der um seinen Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn bangt, unterschreibt am 28. Juli 1914 überstürzt die erste Kriegserklärung (an Serbien), womit die Kriegskugel ins Rollen gerät und ein Ultimatum auf das andere folgt.</p>
<p>Links vom österreichischen Kaiser ist in Paradeuniform sein wichtigster Verbündeter porträtiert, der deutsche Kaiser Wilhelm II., mit skurrilem Helm und einem langen nach oben ragenden Schnurrbart, an dessen Enden stechend blaue Argusaugen die Balkanwirren am Tisch beobachten. Wilhelm stützt den Sultan, seinen Bündnispartner, &#8222;den kranken Mann am Bosporus&#8220;, und schenkt ihm Likör ein. Mehmed V., schwer lädiert auf Krücken und mit verstümmelter Nase, hat seinen rechten Arm im Verband. Er ist so verstümmelt wie sein Osmanisches Reich, das im ersten Balkankrieg 1912/13 zahlreiche Gebiete an den Balkanbund verloren hat. Das, was dem Osmanen abgeschnitten wurde, trägt der bulgarische Zar übergewichtig auf dem Leib.<br />
Am rechten Bildrand steht Wilhelms Cousin, der englische König Georg V. Er sieht dem russischen Zar Nikolaus II., ebenfalls ein Cousin, zum Verwechseln ähnelt. Nur die Uniformen der beiden und das Kriegsschiff, das Georg als Symbol für Englands Flottenpolitik im Arm hält, erlauben eine klare Zuweisung. Wilhelm, Georg und Nikolaus haben übrigens die gleiche Großmutter: Die englische Königin Viktoria. Dies hindert Wilhelm aber nicht daran, seine deutschen Großmachtansprüche durch zunehmende Aufrüstung und immer wieder verbal Kund zu tun, was fatalerweise den westeuropäischen Rüstungswettlauf weiter ankurbelt.</p>
<p>Nach dem ersten Balkankrieg wurde im Mai 1913 in London zunächst Frieden geschlossen, die Türkei verlor fast alle ihre europäischen Besitzungen bis auf ein kleines Gebiet um Konstantinopel. Diese komplexe politische und territoriale Situation hält Ogé geschickt auf dem Plakat fest. Nur wenige Wochen später brach jedoch der Balkanbund wegen konkurrierender Territorialansprüche auseinander und die Bündnisse verschoben sich: Ab dem 29. Juni kämpfte im zweiten Balkankrieg Bulgarien gegen Serbien und Griechenland, aus dem Serbien im August 1913 als Sieger hervorging, während Bulgarien einen Großteil der im ersten Balkankrieg erlangten Gebiete wieder verlor. Das Plakat entsprach also bald nach Drucklegung nicht mehr der aktuellen politischen Situation und wurde daher nie öffentlich ausgehängt. In ihm spiegelt sich im Stil der Belle Epoque Glanz und Macht der europäischen Monarchien Deutschland, Österreich und Russland kurz vor ihrem Untergang, den der Erste Weltkrieg forcierte. Auf dem Plakat sind nur zwei demokratische Staaten vertreten: Frankreich und Großbritannien, in dem der König nur noch eine überwiegend repräsentative Funktion ausübte. Alle anderen abgebildeten Monarchen ahnten schon damals, dass ihre Zeit vorbei war. Der Einfluss der Parlamente nahm stetig zu und eine Demokratisierung, sei sie auf gewaltsame oder friedliche Weise errungen, stand kurz bevor. Doch irrten Monarchen darin, dass ein Krieg sie davor bewahren könnte.</p>
<figure id="attachment_1057" aria-describedby="caption-attachment-1057" style="width: 548px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1057" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904-300x196.jpg" alt="Vorläufer-Plakat von 1904, überwiegend mit anderen Personen" width="558" height="365" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904-300x196.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904-150x98.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904.jpg 692w" sizes="(max-width: 558px) 100vw, 558px" /><figcaption id="caption-attachment-1057" class="wp-caption-text">Vorläufer-Plakat von 1904, überwiegend mit anderen Personen</figcaption></figure>
<p>Schon 1904 hatte ein ähnliches Plakat Ogés das Haager Tribunal zum Thema. Zum Teil sind auf ihm die dieselben Staatsoberhäupter, wie der deutsche Kaiser und der italienische König, um den runden Tisch versammelt und trinken den Menthe Pastille, der laut Werbslogan die Welt in Leidenschaft versetzt. Es sind aber auch außereuropäische Politiker oder Staatsoberhäupter anwesend, wie der japanische Kaiser, dem Wilhelm II. Likör einschenkt. Rechts sitzt auf einer Likörkiste Uncle Sam als Sinnbild des US-amerikanischen Präsidenten, auf dem Schoß einen schwarzen Säugling, dem er den süßen Alkohol einflößt. Die Verhandlungen verlaufen friedlich, man unterschreibt Papiere, die Atmosphäre ist ungezwungen. Von einer Kriegsgefahr ist nichts zu spüren. Ganz anders auf dem Plakat von 1913: Hier sind nur europäische Staatsoberhäupter zu sehen, alle ziemlich angetrunken, damit die Kriegsgefahr vertrieben wird; es wird nicht diskutiert, sondern nur beschwichtigt, gelächelt, geprostet. Doch das Geschehen auf dem Plakat blieb Utopie. Die dritte Haager Friedenskonferenz wurde im Juni 1913 wegen des zweiten Balkankriegs von 1914 auf 1915 verschoben. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte aber auch diesen Plan zunichte. In den ersten beiden Haager Friedenskonferenzen, die als Vorläufer des Völkerbunds gelten, wurden zwar Programme für die Friedenssicherung und Verhaltensregeln für den Konfliktfall erstellt. Deutschland beachtete sie aber nicht, als seine Truppen im August 1914 durch das neutrale Belgien zog und dabei große Zerstörungen anrichtete.</p>
<p>Das Plakat von 1913 habe ich für das Dreiländermuseums Lörrach in der Museumsdatenbank Faust digitalisiert, inventarisiert und erschlossen.<br />
In dem Pariser Ausstellungskatalog zu Eugen 0gé von 1998 sind einige Personen auf dem Plakat falsch zugewiesen, beispielsweise der bulgarische Zar, was ich durch Porträtvergleiche richtigstellen konnte.  Das Plakat hatte ich in einer französischen Galerie entdeckt und dem Dreiländermuseum für eine Ausstellung vermittelt. Seit der NS-Zeit hatte die Galerie keinen Kontakt mehr mit deutschen Museen und Sammlern. Der jüdische Arzt und Sammler Hans Sachs (1881–1974) war dort ein häufiger Kunde,  er begründete 1910 die Zeitschrift „Das Plakat“ und besaß eine der weltweit größten Plakatsammlungen. Bedingt durch das nationalsozialistische Gewaltregime und den Zweiten Weltkrieg ging ein Teil seiner Sammlung verloren. Möglicherweise befand sich ein solches Plakat mit dem Pendant von 1904 in seiner Sammlung.</p>
<p>(c) Carola Hoécker</p>
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		<title>Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848:  Nicolas Koechlin, Fabrikant und Mäzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 05:32:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Etwas versteckt steht im Lörracher Hebelpark ein alter Gedenkstein aus Granit. Auf ihm ist eine Bronzeplatte eingelassen mit der Inschrift: „Ihrem durch Werke edlen Gemeinsinns verdienten Bürger Nikolaus Köchlin, Lörrach 1875.“ Es handelt sich um den Fabrikanten Nicolas Koechlin junior, ... <a title="Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848:  Nicolas Koechlin, Fabrikant und Mäzen" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/akteurinnen-auf-einem-revolutionsbild-von-1848-nicolas-koechlin-fabrikant-und-maezen/" aria-label="Mehr Informationen über Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848:  Nicolas Koechlin, Fabrikant und Mäzen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1200" aria-describedby="caption-attachment-1200" style="width: 288px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1200" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-300x225.jpg" alt="Gedenkstein an Koechlin im Hebelpark in Lörrach, Foto: C. Hoécker" width="298" height="223" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-300x225.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-1024x768.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-150x113.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-768x576.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-1536x1152.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1a-Gedenkstein-im-Hebelpark-heute-Foto-C.-Hoecker-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 298px) 100vw, 298px" /><figcaption id="caption-attachment-1200" class="wp-caption-text">Gedenkstein an Nicolas Koechlin im Hebelpark in Lörrach, Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<p>Etwas versteckt steht im Lörracher Hebelpark ein alter Gedenkstein aus Granit. Auf ihm ist eine Bronzeplatte eingelassen mit der Inschrift: „Ihrem durch Werke edlen Gemeinsinns verdienten Bürger Nikolaus Köchlin, Lörrach 1875.“ Es handelt sich um den Fabrikanten Nicolas Koechlin junior, dessen Name verdeutscht wiedergegeben wurde. Mit der Geschichte seiner Familie ist das einstige Textilunternehmen KBC verknüpft, das die Industrialisierung Lörrachs im 19. Jahrhundert entscheidend voranbrachte und das Stadtbild beeinflusste: Das ausgedehnte Fabrikgelände mit Schornstein und der Gewerbekanal erinnern daran, aber auch der Bahnhof, der Rosenfels- und Hebelpark sowie repräsentative Wohngebäude wie die Villa Koechlin und Villa Eichele.</p>
<figure id="attachment_1201" aria-describedby="caption-attachment-1201" style="width: 226px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1201" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Koechlin-Stifterbild-Ausschnitt-Revolutionsbild-Foto-C.-Hoecker-208x300.jpg" alt="Gemäldeausschnitt mit Koechlin, DLM, Foto: C. Hoécker" width="236" height="340" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Koechlin-Stifterbild-Ausschnitt-Revolutionsbild-Foto-C.-Hoecker-208x300.jpg 208w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Koechlin-Stifterbild-Ausschnitt-Revolutionsbild-Foto-C.-Hoecker-709x1024.jpg 709w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Koechlin-Stifterbild-Ausschnitt-Revolutionsbild-Foto-C.-Hoecker-104x150.jpg 104w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Koechlin-Stifterbild-Ausschnitt-Revolutionsbild-Foto-C.-Hoecker-768x1109.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-2-Koechlin-Stifterbild-Ausschnitt-Revolutionsbild-Foto-C.-Hoecker.jpg 1050w" sizes="(max-width: 236px) 100vw, 236px" /><figcaption id="caption-attachment-1201" class="wp-caption-text">Gemäldeausschnitt,  Koechlin und Ehefrau, DLM, Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<p>Im Gemälde „Der Einzug der Freischaren“ hat der Maler Friedrich Kaiser dem Mäzen Nicolas Koechlin ein Denkmal gesetzt. Dieser ist rechts im Vordergrund seitlich porträtiert, mit schwarzen Haaren und Backenbart. Wie Kaiser war auch er Mitglied des Karlsruher Kunstvereins, wo das Bild ab Oktober 1848 ausgestellt wurde. Koechlin trägt einen schwarzen Gehrock, Zylinder und ein Hemd mit Stehkragen.</p>
<figure id="attachment_1204" aria-describedby="caption-attachment-1204" style="width: 384px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1204" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-5_KBC-um-1870-Foto-C.-Hoecker-300x153.jpg" alt="Das Fabrikgelände von KBC um 1870" width="394" height="201" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-5_KBC-um-1870-Foto-C.-Hoecker-300x153.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-5_KBC-um-1870-Foto-C.-Hoecker-150x76.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-5_KBC-um-1870-Foto-C.-Hoecker.jpg 525w" sizes="(max-width: 394px) 100vw, 394px" /><figcaption id="caption-attachment-1204" class="wp-caption-text">Das Fabrikgelände von KBC um 1870</figcaption></figure>
<p>Der liberale und einflussreiche Mitinhaberder Lörracher Textildruckerei „Peter Koechlin &amp; Söhne“ scheint alle Versammelten an Größe zu überragen. Er war vermutlich der Auftraggeber des Bildes, der dieses historische Ereignis vom 20. April 1848 festhalten lassen wollte. Nicht zuletzt seine Position am Bildrand vergleichbar einem religiösen Stifterbild der Renaissance, deutet darauf hin. Hinter ihm tummeln sich Arbeiter und Bedienstete; zu seiner Rechten steht seine Ehefrau Maria mit langem blonden Zopf, schwarzer Flügelhaube  und elegantem, eng geschnürtem weißen Kleid. Neben ihr ist Koechlins Schwester Rosina (1820–1850) zu sehen, die Ehefrau seines Geschäftsführers Léon Baumgartner (1819–1872). Letzterer ist vermutlich mit Koechlins &#8230; <a href="https://www.badische-zeitung.de/der-loerracher-fabrikant-nicolas-koechlin-war-ein-spendabler-unternehmer-und-liberaler" target="_blank" rel="noopener">Hier gehts weiter</a></p>
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