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	<title>Inventarisierung &#8211; Buch &amp; Museum</title>
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	<title>Inventarisierung &#8211; Buch &amp; Museum</title>
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		<title>Digitale Sammlungserschließung in museum-digital, gefördert durch Landesmittel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 18:32:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mehr als 400 Exponate der Dauerausstellung (Schwerpunkt römische Archäologie) habe ich bisher für das Lobdengau-Museum Ladenburg in der Datenbank erfasst und publiziert, natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Museumsteam. Hier gehts zur Sammlungdatenbank: Klicken Die Lokalzeitung berichtete über das spannende ... <a title="Digitale Sammlungserschließung in museum-digital, gefördert durch Landesmittel" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/digitale-sammlungserschliessung-in-museum-digital-durch-landesmittel-gefoerdert/" aria-label="Mehr Informationen über Digitale Sammlungserschließung in museum-digital, gefördert durch Landesmittel">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 400 Exponate der Dauerausstellung (Schwerpunkt römische Archäologie) habe ich bisher für das Lobdengau-Museum Ladenburg in der Datenbank erfasst und publiziert, natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Museumsteam. Hier gehts zur Sammlungdatenbank: <a href="https://bawue.museum-digital.de/institution/161" target="_blank" rel="noopener">Klicken</a></p>
<p>Die Lokalzeitung berichtete über das spannende Projekt:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1297 alignleft" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-241x300.jpg" alt="" width="1333" height="1659" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-241x300.jpg 241w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-823x1024.jpg 823w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-121x150.jpg 121w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1-768x956.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Museum-Ladenburg-Presse-1.jpg 1100w" sizes="(max-width: 1333px) 100vw, 1333px" />                                                                                                                                                                                          <a href="https://www.weikmedien.de/ladenburg/c-aktuelles/das-lobdengau-museum-tritt-in-das-digitale-zeitalter-ein_a70976" target="_blank" rel="noopener">Hier gehts weiter</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Likör bannt die Kriegsgefahr. Haager Dialoge oder gelebte Krisenbewältigung</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/blog/likoer-scheint-die-kriegsgefahr-zu-bannen-haager-dialoge-oder-gelebte-krisenbewaeltigung-vor-ausbruch-des-ersten-weltkriegs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 06:26:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Ständige Schiedshof in Den Haag, 1899 auf der ersten internationalen Friedenskonferenz von 24 Staaten gegründet, vermittelt bis heute bei internationalen Streitfragen und Konflikten. Am häufigsten wurde er vor dem Ersten Weltkrieg zu Rate gezogen. Auf der zweiten Haager Friedenkonferenz ... <a title="Likör bannt die Kriegsgefahr. Haager Dialoge oder gelebte Krisenbewältigung" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/blog/likoer-scheint-die-kriegsgefahr-zu-bannen-haager-dialoge-oder-gelebte-krisenbewaeltigung-vor-ausbruch-des-ersten-weltkriegs/" aria-label="Mehr Informationen über Likör bannt die Kriegsgefahr. Haager Dialoge oder gelebte Krisenbewältigung">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_1056" aria-describedby="caption-attachment-1056" style="width: 622px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-1056" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-300x224.jpg" alt="Französisches Werbeplakat zum Likör &quot;La Menthe Pastille&quot;, auf dem die europäischen Staatsoberhäupter während der Friedenskonferenz von Den Haag in fröhlicher Runde Likör trinken, denn: &quot;Le Péril conjuré par!!&quot; [dt.: Die Gefahr entfernt sich dadurch!!!], Original-Farblithografie, 1913" width="632" height="471" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-300x224.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-1024x763.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-150x112.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-768x572.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-1536x1145.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1913-2048x1527.jpg 2048w" sizes="(max-width: 632px) 100vw, 632px" /><figcaption id="caption-attachment-1056" class="wp-caption-text">Die europäischen Großmächte im Schiedshof von Den Haag, französisches Werbeplakat von Eugen Ogé, 1913. Dreiländermuseum Lörrach, Inv.-Nr. PL 2102</figcaption></figure>Der Ständige Schiedshof in Den Haag, 1899 auf der ersten internationalen Friedenskonferenz von 24 Staaten gegründet, vermittelt bis heute bei internationalen Streitfragen und Konflikten. Am häufigsten wurde er vor dem Ersten Weltkrieg zu Rate gezogen. Auf der zweiten Haager Friedenkonferenz 1907 gelang ein Abkommen über Pflichte und Rechte neutraler Staaten wie der Schweiz und Belgien, doch kein Beschluss zu einer allgemeinen Abrüstung. Auch die Einführung einer obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit scheiterte aufgrund der Ablehnung des deutschen Kaisers Wilhelm II. Diese sollte 1914 bei einer dritten Friedenskonferenz durch die Einführung des Mehrheitsprinzips geregelt werden.<br />
In Frankreich schlug sich der Wunsch nach einer friedlichen Zukunft sogar visionär in der Werbung nieder: Auf dem 120 x 160 cm großen Plakat von 1913 versammeln sich die europäischen Großmächte am runden Tisch im Schiedshof von Den Haag, um Streitigkeiten beizulegen und einen Ausweg aus der Balkankrise zu finden. Alle Hauptkonflikte sind personifiziert, scheinen aber noch friedlich lösbar. Detailfreudig und überzeichnet vom Plakatkünstler Eugène Ogé dargestellt, trinken die Staatsoberhäupter den bekannten Likör Menthe Pastille und sind überwiegend bester Laune. Laut Werbeslogan und Trinkspruch „Le Péril conjuré“ bannt der wundersame Likör die drohende Kriegsgefahr.</p>
<p>Raymond Poincaré, seit 1913 französischer Staatpräsident, bringt als Vorsitzender rechts am Tisch mit erhobenem Glas den Trinkspruch aus. Er ist der einzige unter den fast allesamt miteinander Verwandten, der weder Uniform noch Adelstitel trägt. Als Unterstützer der russischen Balkanpolitik steht er neben Zar Nikolaus II. Dessen rechte Hand ruht brüderlich auf den mächtigen Schultern des bulgarischen Zaren Ferdinand I., der in der Tischmitte sitzt. In seinen Armen hält Ferdinand breit lächelnd zwei handpuppengroße Balkankönige: Rechts Peter I. von Serbien, der mit geschlossenen Augen aus dem Likörglas trinkt, links dessen Schwiegervater Nikola I. von Montenegro, der wie ein wild gewordener Derwisch mit geöffnetem Mund seine Hände nach dem Glas ausstreckt. Der im Balkankonflikt neutral gebliebene italienische König Viktor Emanuel III. versucht mit erhobenem Zeigefinger, seinen Schwiegersohn aus Montenegro zu beruhigen. Auf dem Tisch krabbelt in traditioneller Landestracht der Schwager des deutschen Kaisers, der griechische König Konstantin I. Er schaut so tief ins Glas, dass sein Gesicht nicht zu sehen ist. Serbien, Bulgarien, Montenegro und Griechenland verkörpern den Balkanbund gegen das Osmanische Reich.</p>
<p>Dahinter segnet der offensichtlich schon betrunkene österreichische Kaiser Franz Joseph mit erhobenen Händen diesen konfliktbeladenen, von Russland geförderten Bund. Er hält dabei seine Augen geschlossen und wirkt dadurch wie ein Schlafwandler, der in sein Unglück rennt: Schon ein Jahr später stirbt beim Attentat von Sarajevo sein Sohn und Thronfolger. Eine Kettenreaktion durchläuft die verschiedenen komplexen Staatenbündnisse; eine Reihe von Missverständnissen, Unklarheiten und das Versagen der Diplomatie führen schließlich zum Ersten Weltkrieg. Franz Joseph, der um seinen Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn bangt, unterschreibt am 28. Juli 1914 überstürzt die erste Kriegserklärung (an Serbien), womit die Kriegskugel ins Rollen gerät und ein Ultimatum auf das andere folgt.</p>
<p>Links vom österreichischen Kaiser ist in Paradeuniform sein wichtigster Verbündeter porträtiert, der deutsche Kaiser Wilhelm II., mit skurrilem Helm und einem langen nach oben ragenden Schnurrbart, an dessen Enden stechend blaue Argusaugen die Balkanwirren am Tisch beobachten. Wilhelm stützt den Sultan, seinen Bündnispartner, &#8222;den kranken Mann am Bosporus&#8220;, und schenkt ihm Likör ein. Mehmed V., schwer lädiert auf Krücken und mit verstümmelter Nase, hat seinen rechten Arm im Verband. Er ist so verstümmelt wie sein Osmanisches Reich, das im ersten Balkankrieg 1912/13 zahlreiche Gebiete an den Balkanbund verloren hat. Das, was dem Osmanen abgeschnitten wurde, trägt der bulgarische Zar übergewichtig auf dem Leib.<br />
Am rechten Bildrand steht Wilhelms Cousin, der englische König Georg V. Er sieht dem russischen Zar Nikolaus II., ebenfalls ein Cousin, zum Verwechseln ähnelt. Nur die Uniformen der beiden und das Kriegsschiff, das Georg als Symbol für Englands Flottenpolitik im Arm hält, erlauben eine klare Zuweisung. Wilhelm, Georg und Nikolaus haben übrigens die gleiche Großmutter: Die englische Königin Viktoria. Dies hindert Wilhelm aber nicht daran, seine deutschen Großmachtansprüche durch zunehmende Aufrüstung und immer wieder verbal Kund zu tun, was fatalerweise den westeuropäischen Rüstungswettlauf weiter ankurbelt.</p>
<p>Nach dem ersten Balkankrieg wurde im Mai 1913 in London zunächst Frieden geschlossen, die Türkei verlor fast alle ihre europäischen Besitzungen bis auf ein kleines Gebiet um Konstantinopel. Diese komplexe politische und territoriale Situation hält Ogé geschickt auf dem Plakat fest. Nur wenige Wochen später brach jedoch der Balkanbund wegen konkurrierender Territorialansprüche auseinander und die Bündnisse verschoben sich: Ab dem 29. Juni kämpfte im zweiten Balkankrieg Bulgarien gegen Serbien und Griechenland, aus dem Serbien im August 1913 als Sieger hervorging, während Bulgarien einen Großteil der im ersten Balkankrieg erlangten Gebiete wieder verlor. Das Plakat entsprach also bald nach Drucklegung nicht mehr der aktuellen politischen Situation und wurde daher nie öffentlich ausgehängt. In ihm spiegelt sich im Stil der Belle Epoque Glanz und Macht der europäischen Monarchien Deutschland, Österreich und Russland kurz vor ihrem Untergang, den der Erste Weltkrieg forcierte. Auf dem Plakat sind nur zwei demokratische Staaten vertreten: Frankreich und Großbritannien, in dem der König nur noch eine überwiegend repräsentative Funktion ausübte. Alle anderen abgebildeten Monarchen ahnten schon damals, dass ihre Zeit vorbei war. Der Einfluss der Parlamente nahm stetig zu und eine Demokratisierung, sei sie auf gewaltsame oder friedliche Weise errungen, stand kurz bevor. Doch irrten Monarchen darin, dass ein Krieg sie davor bewahren könnte.</p>
<figure id="attachment_1057" aria-describedby="caption-attachment-1057" style="width: 548px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-1057" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904-300x196.jpg" alt="Vorläufer-Plakat von 1904, überwiegend mit anderen Personen" width="558" height="365" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904-300x196.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904-150x98.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/La-Menthe-1904.jpg 692w" sizes="(max-width: 558px) 100vw, 558px" /><figcaption id="caption-attachment-1057" class="wp-caption-text">Vorläufer-Plakat von 1904, überwiegend mit anderen Personen</figcaption></figure>
<p>Schon 1904 hatte ein ähnliches Plakat Ogés das Haager Tribunal zum Thema. Zum Teil sind auf ihm die dieselben Staatsoberhäupter, wie der deutsche Kaiser und der italienische König, um den runden Tisch versammelt und trinken den Menthe Pastille, der laut Werbslogan die Welt in Leidenschaft versetzt. Es sind aber auch außereuropäische Politiker oder Staatsoberhäupter anwesend, wie der japanische Kaiser, dem Wilhelm II. Likör einschenkt. Rechts sitzt auf einer Likörkiste Uncle Sam als Sinnbild des US-amerikanischen Präsidenten, auf dem Schoß einen schwarzen Säugling, dem er den süßen Alkohol einflößt. Die Verhandlungen verlaufen friedlich, man unterschreibt Papiere, die Atmosphäre ist ungezwungen. Von einer Kriegsgefahr ist nichts zu spüren. Ganz anders auf dem Plakat von 1913: Hier sind nur europäische Staatsoberhäupter zu sehen, alle ziemlich angetrunken, damit die Kriegsgefahr vertrieben wird; es wird nicht diskutiert, sondern nur beschwichtigt, gelächelt, geprostet. Doch das Geschehen auf dem Plakat blieb Utopie. Die dritte Haager Friedenskonferenz wurde im Juni 1913 wegen des zweiten Balkankriegs von 1914 auf 1915 verschoben. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte aber auch diesen Plan zunichte. In den ersten beiden Haager Friedenskonferenzen, die als Vorläufer des Völkerbunds gelten, wurden zwar Programme für die Friedenssicherung und Verhaltensregeln für den Konfliktfall erstellt. Deutschland beachtete sie aber nicht, als seine Truppen im August 1914 durch das neutrale Belgien zog und dabei große Zerstörungen anrichtete.</p>
<p>Das Plakat von 1913 habe ich für das Dreiländermuseums Lörrach in der Museumsdatenbank Faust digitalisiert, inventarisiert und erschlossen.<br />
In dem Pariser Ausstellungskatalog zu Eugen 0gé von 1998 sind einige Personen auf dem Plakat falsch zugewiesen, beispielsweise der bulgarische Zar, was ich durch Porträtvergleiche richtigstellen konnte.  Das Plakat hatte ich in einer französischen Galerie entdeckt und dem Dreiländermuseum für eine Ausstellung vermittelt. Seit der NS-Zeit hatte die Galerie keinen Kontakt mehr mit deutschen Museen und Sammlern. Der jüdische Arzt und Sammler Hans Sachs (1881–1974) war dort ein häufiger Kunde,  er begründete 1910 die Zeitschrift „Das Plakat“ und besaß eine der weltweit größten Plakatsammlungen. Bedingt durch das nationalsozialistische Gewaltregime und den Zweiten Weltkrieg ging ein Teil seiner Sammlung verloren. Möglicherweise befand sich ein solches Plakat mit dem Pendant von 1904 in seiner Sammlung.</p>
<p>(c) Carola Hoécker</p>
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		<title>Ernst Wilhelm Schultz (1861-1953). Sammlungs- und Museumsgeschichte, Teil 1</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/sammler-und-museumsgruender-ernst-wilhelm-schultz-1861-1953-geschichte-des-dreilaendermuseums-in-loerrach-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Dec 2023 16:00:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Dreiländermuseum gäbe es nicht ohne Ernst Wilhelm Schultz, nach dem noch zu Lebzeiten in Lörrach eine Straße benannt wurde. Der 1861 in der Turmstraße geborene Sparkassendirektor war Gründer des städtischen Museums, das er als Konservator bis 1951 ehrenamtlich ausbaute ... <a title="Ernst Wilhelm Schultz (1861-1953). Sammlungs- und Museumsgeschichte, Teil 1" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/sammler-und-museumsgruender-ernst-wilhelm-schultz-1861-1953-geschichte-des-dreilaendermuseums-in-loerrach-teil-1/" aria-label="Mehr Informationen über Ernst Wilhelm Schultz (1861-1953). Sammlungs- und Museumsgeschichte, Teil 1">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Dreiländermuseum gäbe es nicht ohne Ernst Wilhelm Schultz, nach dem noch zu Lebzeiten in Lörrach eine Straße benannt wurde. Der 1861 in der Turmstraße geborene Sparkassendirektor war Gründer des städtischen Museums, das er als Konservator bis 1951 ehrenamtlich ausbaute und betreute. Seine umfangreiche Privatsammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte des alemannischen Oberlandes bildet bis heute den Hauptbestand des Museums.</p>
<figure id="attachment_1022" aria-describedby="caption-attachment-1022" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1022" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/2FLoeB471-Ecke-Turmstr-2ganz-links-Baslerstr.-Foto-Haus-Schultz-um-1870-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/2FLoeB471-Ecke-Turmstr-2ganz-links-Baslerstr.-Foto-Haus-Schultz-um-1870-300x235.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/2FLoeB471-Ecke-Turmstr-2ganz-links-Baslerstr.-Foto-Haus-Schultz-um-1870-1024x802.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/2FLoeB471-Ecke-Turmstr-2ganz-links-Baslerstr.-Foto-Haus-Schultz-um-1870-150x117.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/2FLoeB471-Ecke-Turmstr-2ganz-links-Baslerstr.-Foto-Haus-Schultz-um-1870-768x602.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/2FLoeB471-Ecke-Turmstr-2ganz-links-Baslerstr.-Foto-Haus-Schultz-um-1870.jpg 1029w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1022" class="wp-caption-text">Ernst Schultz mit seinen zwei jüngeren Brüdern vor dem Elternhaus in der Turmstraße 2 in Lörrach, um 1870, DLM Lörrach</figcaption></figure>
<p>Schultz entstammte einer linksliberalen Lörracher Seidenweber- und Knopfmacherfamilie, deren Geschichte sich in seiner Sammlung widerspiegelt: Sein Großvater, Besitzer einer Seidenweberei, war zweimaliger Bürgermeister. Sein Vater unterstützte die Revolution von 1848 und war in der wilhelminischen Gründerzeit ein erfolgreicher Kaufmann, der es zu einem großen Vermögen brachte. Seine Mutter, eine geborene Buser, kam aus Basel-Land. In der Schweiz lebten auch Verwandte seines Vaters, wie der Onkel Wilhelm Schulz (es gab eine z- und eine tz-Linie). Er war Drucker in Liestal und schrieb eine bedeutende Chronik zur Basler Kantonstrennung.<br />
Nach dem Gymnasium besuchte Ernst Schultz zusammen mit seinem Bruder Hermann die Handelsschule in Zürich und war ab 1880 Büroangestellter in Straßburg, wo er an der Universität Geschichte und Kunstgeschichte studierte. Im pfälzischen Wachenheim arbeitete er viele Jahre in der Verwaltung des Weinguts Bürklin-Wolf und bis 1903 als Direktor der Pfälzischen Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft. Marus Pflüger, dessen Gasthaus zum Hirschen dem Elternhaus von Schultz gegenüberlag, hatte ihm die Stelle bei Bürklin vermittelt, der wie Pflüger liberaler Reichstagsabgeordneter war. Pflüger sorgte auch dafür, dass Schultz 42-jährig wieder nach Lörrach zurückkehrte und zum Sparkassendirektor aufstieg.</p>
<figure id="attachment_1018" aria-describedby="caption-attachment-1018" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1018" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/ALoeVIII-624-Mitgliedskarte-Altertumsverein-storia-del-museo-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/ALoeVIII-624-Mitgliedskarte-Altertumsverein-storia-del-museo-300x195.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/ALoeVIII-624-Mitgliedskarte-Altertumsverein-storia-del-museo-1024x665.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/ALoeVIII-624-Mitgliedskarte-Altertumsverein-storia-del-museo-150x97.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/ALoeVIII-624-Mitgliedskarte-Altertumsverein-storia-del-museo-768x499.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/ALoeVIII-624-Mitgliedskarte-Altertumsverein-storia-del-museo.jpg 1520w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-1018" class="wp-caption-text"><em>Mitgliedskarte des Altertumsvereins mit dem Stadtwappen und den Gedenkmünzen des Stadtjubiläums in Lörrach, DLM Lörrach<br /></em></figcaption></figure>
<p>Anlässlich des 200-jährigen Stadtjubiläums gründete Schultz 1882 mit engagierten Lörrachern den Altertumsverein, dessen Präsident er wurde. Aus diesem ging 1923 das Museum hervor, das eigene Räumen in der Sparkasse bezog und den Lörrachern zunehmend ans Herz wuchs, wie Schenkungen bezeugen. Regelmäßig gab es Ausstellungen, die auch das Interesse der Grenznachbarn weckte. Zum 100. Todesjahr Johann Peter Hebels waren 1926 erstmals Autografen und Bilder des Museums in der Ausstellung der Universitätsbibliothek Basel zu sehen.<br />
Nach seiner Pension und Ernennung zum Konservator konnte sich Schultz ab 1927 endlich seinen Lebenstraum erfüllen und sich ganz und gar dem Museum widmen, das 1932 in der Hofküferei auf dem Burghof neue Räume erhielt. In Fachkreisen galt die Sammlung, von der wegen Platzmangels nur ein Bruchteil gezeigt werden konnte, schon damals als äußerst wertvoll. Die Benennung „Heimatmuseum“ war indes ein Provisorium. Schultz beabsichtige, es „Oberländisches Museum“ zu nennen, ganz in der Tradition des alemannischen Oberlandes von Johann Peter Hebel. Dabei kamen ihm jedoch die NS-Zeit und der Zweite Weltkrieg in die Quere.<br />
Neben dem Museumsverein und der Stadt Lörrach blieb Schultz der Hauptsponsor des Museums, in dessen Sammlung er sein ganzes Vermögen steckte. In idealer Weise vereinte er in sich kaufmännisches Wissen, profunde Kenntnisse der regionalen Kultur- und Kunstgeschichte sowie das Gespür für geeignete Ausstellungsobjekte. Interessiert verfolgte er den Aufbau des Historischen Museums Basel und orientierte sich an dessen Sammlungserfassung.<br />
Schultz war im Dreiland bestmöglich vernetzt. Zu seinen Freunden zählten der Maler Hermann Daur, mit dem er sich rege austauschte, der Keramiker Max Laeuger&#8230; <a href="https://www.badische-zeitung.de/ohne-ernst-schultz-wuerde-es-das-dreilaendermuseum-in-loerrach-nicht-geben" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es weiter</a></p>
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		<item>
		<title>Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Arzt und Journalist Eduard Kaiser (1813-1903)</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/akteurinnen-auf-einem-revolutionsbild-von-1848-der-arzt-und-journalist-eduard-kaiser-1813-1903/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2023 00:32:46 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Revolution 1848]]></category>
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					<description><![CDATA[Eduard Kaiser, Chronist und Bruder des Malers Friedrich Kaiser, intellektueller Freigeist und unabhängiger Denker, zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Lörracher Geschichte. Ausführlich beschrieb der umtriebige Arzt, Journalist und Politiker in seinen Lebenserinnerungen die revolutionären Ereignisse und erwies sich dabei ... <a title="Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Arzt und Journalist Eduard Kaiser (1813-1903)" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/akteurinnen-auf-einem-revolutionsbild-von-1848-der-arzt-und-journalist-eduard-kaiser-1813-1903/" aria-label="Mehr Informationen über Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Arzt und Journalist Eduard Kaiser (1813-1903)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Eduard Kaiser, Chronist und Bruder des Malers Friedrich Kaiser, intellektueller Freigeist und unabhängiger Denker, zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Lörracher Geschichte. Ausführlich beschrieb der umtriebige Arzt, Journalist und Politiker in seinen Lebenserinnerungen die revolutionären Ereignisse und erwies sich dabei als genauer Beobachter.</p>
<figure id="attachment_999" aria-describedby="caption-attachment-999" style="width: 582px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-999" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1-300x107.jpg" alt="" width="592" height="211" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1-300x107.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1-1024x364.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1-150x53.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1-768x273.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1-1536x547.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/1Eduard_Kaiser_Revolutionsbild_rechts1.jpg 1877w" sizes="(max-width: 592px) 100vw, 592px" /><figcaption id="caption-attachment-999" class="wp-caption-text">Gemäldeausschnitt, Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<p>Auf dem Gemälde seines Bruders Friedrich, das den Einzug der Freischärler im April 1848  darstellt, ist er eine der Schlüsselfiguren: Im Frack und mit Zylinder steht er am Marktbrunnen im Kreis seiner Geschwister und schaut den Betrachter direkt aus dem Bild heraus an. Sein Blick ist in Richtung Amtshaus gerichtet, das 1914 abgerissen wurde. In der Bildmitte ist Eduard ein zweites Mal in Seitenansicht und detaillierter dargestellt, den Freischärlern und ihrem Anführer Joseph Weißhaar zu Pferd gegenüberstehend.</p>
<p style="text-align: left;">Der 1813 in Weisweil geborene Eduard Kaiser wuchs als ältester Sohn eines Landchirurgen in Lörrach auf. Seinen ursprünglichen Wunsch, Maler&#8230; <a href="https://www.badische-zeitung.de/eduard-kaiser-war-zur-revolutionszeit-in-loerrach-ein-liberaler-mit-augenmass" target="_blank" rel="noopener">Weiteres finden Sie hier</a></p>
<figure id="attachment_1006" aria-describedby="caption-attachment-1006" style="width: 176px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1006" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker-204x300.jpg" alt="" width="186" height="274" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker-204x300.jpg 204w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker-697x1024.jpg 697w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker-102x150.jpg 102w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker-768x1128.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker-1046x1536.jpg 1046w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/4-Franz-von-Roggenbach-1862-DLM-Foto-Carola-Hoecker.jpg 1210w" sizes="(max-width: 186px) 100vw, 186px" /><figcaption id="caption-attachment-1006" class="wp-caption-text"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Roggenbach" target="_blank" rel="noopener">Franz von Roggenbach</a>  überzeugte Eduard Kaiser davon, eine Autobiografie zu schreiben. 1862, Lithografie, DLM Lörrach, Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1180" aria-describedby="caption-attachment-1180" style="width: 177px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1180" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-194x300.jpg" alt="Friedrich von Preen, Oberamtmann in Lörrach, um 1864, Stadtarchiv Lörrach" width="187" height="289" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-194x300.jpg 194w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-662x1024.jpg 662w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-97x150.jpg 97w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-768x1188.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-993x1536.jpg 993w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-1324x2048.jpg 1324w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/StaLoe2.66.326v-scaled.jpg 1655w" sizes="(max-width: 187px) 100vw, 187px" /><figcaption id="caption-attachment-1180" class="wp-caption-text">Friedrich von Preen freundete sich als Oberamtmann in Lörrach mit Eduard Kaiser und Jacob Burckhart an, um 1864, Stadtarchiv Lörrach</figcaption></figure>
<figure id="attachment_997" aria-describedby="caption-attachment-997" style="width: 163px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.badische-zeitung.de/eduard-kaiser-war-zur-revolutionszeit-in-loerrach-ein-liberaler-mit-augenmass" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-997" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/3-Eduard-Kaiser-1868-Carte-de-Visite-fuer-Marcus-Pflueger-157x300.jpg" alt="" width="173" height="331" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/3-Eduard-Kaiser-1868-Carte-de-Visite-fuer-Marcus-Pflueger-157x300.jpg 157w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/3-Eduard-Kaiser-1868-Carte-de-Visite-fuer-Marcus-Pflueger-78x150.jpg 78w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/3-Eduard-Kaiser-1868-Carte-de-Visite-fuer-Marcus-Pflueger.jpg 302w" sizes="(max-width: 173px) 100vw, 173px" /></a><figcaption id="caption-attachment-997" class="wp-caption-text">Eduard Kaiser, 1868, Carte de Visite für Marcus Pflüger, DLM Lörrach. Foto: C. Hoécker</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1186" aria-describedby="caption-attachment-1186" style="width: 248px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1186" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Jacob-Burckhard-228x300.jpg" alt="" width="258" height="339" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Jacob-Burckhard-228x300.jpg 228w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Jacob-Burckhard-114x150.jpg 114w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Jacob-Burckhard.jpg 441w" sizes="(max-width: 258px) 100vw, 258px" /><figcaption id="caption-attachment-1186" class="wp-caption-text">Der Basler Gelehrte Jacob Burckhardt tauschte sich mit Eduard Kaiser und Preen regelmäßig aus, Carte de Visite für Marcus Pflüger, 1875, DLM Lörrach</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine &#8222;tierische&#8220; Sitzung: Am 7. August 1848 forderte Lorenz Brentano eine Amnestie Heckers</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/eine-tierische-sitzung-am-7-august-1848-forderte-lorenz-brentano-eine-amnestie-heckers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2023 06:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Nationalversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Hecker]]></category>
		<category><![CDATA[Inventarisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lorenz Brentano]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution 1848]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlung Ernst Schultz]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 175 Jahren löste der linksliberale Abgeordnete Lorenz Brentano in der Frankfurter Nationalversammlung einen Tumult aus, als er eine Amnestie für die badischen Aufständischen und die Zulassung ihres Anführers Friedrich Hecker zum Parlament forderte. In einer Karikatur wurde das Geschehen ... <a title="Eine &#8222;tierische&#8220; Sitzung: Am 7. August 1848 forderte Lorenz Brentano eine Amnestie Heckers" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/eine-tierische-sitzung-am-7-august-1848-forderte-lorenz-brentano-eine-amnestie-heckers/" aria-label="Mehr Informationen über Eine &#8222;tierische&#8220; Sitzung: Am 7. August 1848 forderte Lorenz Brentano eine Amnestie Heckers">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_986" aria-describedby="caption-attachment-986" style="width: 345px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-986" src="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848-300x225.jpg" alt="" width="355" height="266" srcset="https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848-300x225.jpg 300w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848-1024x768.jpg 1024w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848-150x113.jpg 150w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848-768x576.jpg 768w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848-1536x1152.jpg 1536w, https://buch-und-museum.de/wp-content/uploads/Abb.-1-Bretano_Karikatur_1848.jpg 1920w" sizes="(max-width: 355px) 100vw, 355px" /><figcaption id="caption-attachment-986" class="wp-caption-text">Karikatur auf eine Sitzung in der Frankfurter Nationalver-sammlung, <em>DLM, Inv.-Nr. GrGeXVI 172</em></figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Vor 175 Jahren löste der linksliberale Abgeordnete Lorenz Brentano in der Frankfurter Nationalversammlung einen Tumult aus, als er eine Amnestie für die badischen Aufständischen und die Zulassung ihres Anführers Friedrich Hecker zum Parlament forderte.<br />
In einer Karikatur wurde das Geschehen treffend festgehalten. Sie zeigt Brentano am Rednerpult, wie er mit verschränkten Armen seine Forderungen in den Plenarsaal ruft. Der rechtskonservative Freiherr von Vincke, darstellt als angriffslustiger Stier, protestiert und bedroht Brentano mit seinen Pistolenhörnern. Der linke „Reichskanarienvogel“ Gustav Rösler besteht jedoch auf Redefreiheit. Erzürnt läutet der Vizepräsident Alexander von Soiron die Glocke, um die „tierische“ Sitzung aufzuheben. Weiteres dazu finden Sie <a href="https://www.badische-zeitung.de/nach-der-revolution-von-1848-machte-lorenz-brentano-in-den-usa-als-politiker-karriere--282652416.html" target="_blank" rel="noopener">hier</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Maler Friedrich Kaiser (1815-1889)</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/akteurinnen-auf-einem-revolutionsbild-von-1848-der-maler-friedrich-kaiser-1815-1889/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 18:03:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Eduard Kaiser]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Kaiser]]></category>
		<category><![CDATA[Inventarisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Weißhaar]]></category>
		<category><![CDATA[Kandern]]></category>
		<category><![CDATA[Lörrach]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Pflüger]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Museumssammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Recherchen]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution 1848]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungsartikel]]></category>
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					<description><![CDATA[Friedrich Kaiser zählt zu den bekanntesten Illustratoren der Revolution in Baden. Bis heute prägen seine Bilder unsere Vorstellungen von den damaligen Ereignissen. Als Augenzeuge hielt er auch andere rasante Umbrüche und Veränderungen auf Papier und Leinwand fest. Über die frühen ... <a title="Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Maler Friedrich Kaiser (1815-1889)" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/akteurinnen-auf-einem-revolutionsbild-von-1848-der-maler-friedrich-kaiser-1815-1889/" aria-label="Mehr Informationen über Akteur*innen auf einem Revolutionsbild von 1848: Der Maler Friedrich Kaiser (1815-1889)">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Friedrich Kaiser zählt zu den bekanntesten Illustratoren der Revolution in Baden. Bis heute prägen seine Bilder unsere Vorstellungen von den damaligen Ereignissen. Als Augenzeuge hielt er auch andere rasante Umbrüche und Veränderungen auf Papier und Leinwand fest. Über die frühen Lebensjahre und die Ausbildung des Malers Friedrich Kaiser, der sich 33-jährig auf dem Revolutionsgemälde mit seiner Familie porträtierte, gibt es kaum Quellen. Am aufschlussreichsten sind die Lebenserinnerungen seines zwei Jahre älteren Bruders Eduard, Arzt und Journalist aus Lörrach. <a href="https://www.badische-zeitung.de/der-loerracher-maler-friedrich-kaiser-hat-die-revolution-dokumentiert--267087151.html" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es mit Text und Bildern weiter</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Rheinkrise 1840/41 in einer Karikatur, Arbeitsbeispiel Museumsdatenbank Faust</title>
		<link>https://buch-und-museum.de/aktuelles/die-rheinfrage-1840-41-in-einer-anonymen-karikatur-arbeitsbeispiel-museumsdatenbank-faust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carola Hoécker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2020 08:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Dreiländermuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Inventarisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsdatenbank Faust]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Vormärz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://buch-und-museum.de/?p=1035</guid>

					<description><![CDATA[Auf der anonymen Karikatur sind zwei feindlich gegenüberstehende Lager dargestellt, die Franzosen links und die Deutschen rechts des Rheins. Die Franzosen sitzen gelassen beim Essen an einem runden Tisch, einige prosten hinüber, andere beobachten die gegnerische Seite durchs Fernglas oder ... <a title="Die Rheinkrise 1840/41 in einer Karikatur, Arbeitsbeispiel Museumsdatenbank Faust" class="read-more" href="https://buch-und-museum.de/aktuelles/die-rheinfrage-1840-41-in-einer-anonymen-karikatur-arbeitsbeispiel-museumsdatenbank-faust/" aria-label="Mehr Informationen über Die Rheinkrise 1840/41 in einer Karikatur, Arbeitsbeispiel Museumsdatenbank Faust">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der anonymen Karikatur sind zwei feindlich gegenüberstehende Lager dargestellt, die Franzosen links und die Deutschen rechts des Rheins. Die Franzosen sitzen gelassen beim Essen an einem runden Tisch, einige prosten hinüber, andere beobachten die gegnerische Seite durchs Fernglas oder gehen vergnügt spazieren  &#8230;</p>
<p>Dreiländermuseum, Inventarnr.  GrGeXVI 0051  <a href="https://loerrach.iserver-online2.de/zvimg.FAU?sid=8CC5F314&amp;dm=1&amp;qpos=721&amp;rpos=721.jpg&amp;ipos=13&amp;erg=A&amp;hst=1&amp;npos=1" target="_blank" rel="noopener">Hier gehts zum Bild, klicken</a></p>
<p><strong>[Auszug Faustdatenbank]</strong></p>
<p><strong>Titel, Aufschrift</strong><br />
Höchst seltsame, jedoch wirklich wahrhafte Begebenheit so geschehen in den Jahren Christi 1840. 41/ unter Illustration; der freie deutsche Rhein/ in der Mitte (auf Rheinstrom)</p>
<p><strong>Material </strong><br />
Papier<br />
<strong><br />
Technik, Bearbeitung</strong><br />
Kreidelithographie</p>
<p><strong>Inhalt des Dokuments</strong><br />
Karikatur zur »Rheinfrage« um 1840/41</p>
<p><strong>Objektbeschreibung</strong><br />
Die anonyme Karikatur zeigt zwei feindlich gegenüberstehende Lager, die Franzosen links und die Deutschen rechts des Rheins. Die Franzosen sitzen gelassen beim Essen an einem runden Tisch, einige prosten hinüber, andere beobachten die gegnerische Seite durchs Fernglas oder gehen vergnügt spazieren. Im Hintergrund ist eine Stadt mit sternförmig angelegter Befestigung zu erkennen, die die Franzosen eifrig ausbauen. Die Deutschen dagegen verteidigen &#8222;den freien deutschen Rhein&#8220; (Aufschrift) mit Protestmusik und fahneschwingend. Ein Franzose auf der gegenüberliegenden Seite ruft ihnen provozierend &#8222;da capo&#8220; zu. Über dem Rhein picken der gallische Hahn und der Preußenadler – symbolisch für den Konflikt zwischen Frankreich und Deutschland – aufeinander ein. Durch die Verse unter der Darstellung, ein karikierender Sprachsalat aus Deutsch und Französisch, erklären sich die Parteien näher:</p>
<p>(Links/ Franzosen:)<br />
&#8222;Bleib&#8216; Sie, ick bitt&#8216;, -– jenseit du Rhein,<br />
Schrei&#8216; sick die Kehl nick&#8216; eiser,<br />
Il n&#8217;est rien fait mit diese Schrei&#8216; n,<br />
Denk Sie an unsre Kaiser. – –<br />
Wenn er auck todt, elle vive sa Gloire,<br />
Et nous sommes fors en sa memoire.&#8220;<br />
(Rechts/ Deutsche:)<br />
&#8222;Komm du nur her Mosjö Franzos,<br />
Wir wollen dich empfangen,<br />
Wir gehn mit Kolben auf dich los,<br />
Wenn es dir sollt verlangen<br />
Nach unserm schönen deutschen Rhein,<br />
Denn einig sind wir, wenn wir schrei&#8217;n,<br />
(Und wär&#8217;s nach tausend Melodein)<br />
&#8222;Sie sollen ihn nicht haben<br />
Bis dass wir drin begraben.&#8220;</p>
<p>Interessantes Detail am linken Rand auf der französischen Seite: Ein affenähnliches Wesen in Frauenkleidung hält eine Pappkiste mit der Aufschrift &#8222;Neue Moden für Deutschland&#8220; in der Hand.</p>
<p><strong>Bemerkungen</strong><br />
1840 forderte Frankreich die Wiederherstellung der &#8222;natürlichen&#8220; Ostgrenze, wie sie vor den Verträgen vor 1815 bestanden hat.  &#8222;Die dadurch heraufbeschworene ‚Rheinkrise&#8216; fand in den Künsten vielfältigen Widerhall. Besonders populär wurde Nikolaus Beckers Rheinlied, das erstmals am 18. September desselben Jahres veröffentlicht wurde und kurz darauf mehrfach vertont wurde. [Die Karikatur] geht auf diesen Konflikt ein. [&#8230;] Diese satirische Darstellung muß sehr gefragt gewesen sein, da Nachbildungen von ihr existieren.&#8220;(1) Die Karikatur ist wohl eine der vielen Nachbildungen (oder Original?) der satirischen Darstellung auf das Rheinlied Beckers (&#8222;Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein&#8220;, vgl. Aufschrift auf Fahnen).</p>
<p>(1) G. Lamm, Deutsche Karikaturen. Vom Mittelalter bis heute, Stuttgart/Weimar 1995, S. 160; auf S. 159 Abbildung der Karikatur, die aber nicht genau der vorliegenden entspricht. Auch der Text zur Illustration ist nicht der selbe, sondern nur inhaltlich verwandt (Frankreich: Singt nicht so laut zum Zeitvertreibe die Lunge euch aus deutschem Leibe&#8230;; Deutschland: Lärmt wie ihr wollt, ihr links am Rheine&#8230;). Vgl. Politische Karikaturen des Vormärz (1815-1848), Europäische Kulturtage 1984, Ausstellung und Katalog, hg. Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1984, S. 53 (Abbildung der Karikatur, Kölnisches Stadtmuseum, Köln / KH 95a, s. Abb. 2). Ebd. S. 50: &#8222;Die akute kriegerische Bedrohung durch [&#8230;] den Nachbarn [Frankreich], der erhebliche linksrheinische Gebiete deutscher Staaten für sich beanspruchte, hatte eine plötzliche, starke Zunahme des Nationalgefühls und des Strebens nach staatlicher Einheit der Deutschen zur Folge. Es entstanden nacheinander zahlreiche patriotische Lieder [u.a. Die Wacht am Rhein, 1841 Deutschlandlied von Hoffmann von Fallersleben gedichtet]. [Nikolaus] Beckers Rheinlied [&#8222;Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein&#8220;, 1840 erstmals in der Trierischen Zeitung abgedruckt] wurde über siebzig mal vertont“, auch von Robert Schumann.</p>
<p><strong>Erwerb/Vorbesitz</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(c) Carola Hoécker</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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