

Auf dem Gemälde „Einzug der Freischaren unter Weißhaar in Lörrach“ porträtierte der Maler Friedrich Kaiser auch den 26-jährigen Friedrich Neff. Eine zylinderförmige Studentenmütze auf dem Kopf steht er etwas verdeckt rechts hinter dem Revolutionsführer Gustav Struve. Als einer der wenigen schloss er sich in Lörrach dem Weißhaar-Zug an. Während der Revolution wurde Struve zu seinem Idol. Dieser wiederum schätzte Neffs Offenheit, Zuverlässigkeit und Organisationstalent.
Friedrich Neff wurde 1821 in Rümmingen bei Lörrach geboren, einem Ort mit damals 200 Einwohnern. Er war das einzige Kind des Küfermeisters Jacob Neff… Für den vollständigen Text hier klicken

Anfang Juli 1849 wurde Neff bei seinem Versuch, über Breisach nach Frankreich zu fliehen, an der Grenze verhaftet. Nach einmonatiger Haft verurteilte ihn ein Standgericht in Freiburg zum Tod. In seinem letzten Brief bat er seine Mutter, die Erinnerung an ihn und den Kampf für die Freiheit wachzuhalten. Diesen Wunsch erfüllte sie durch die Errichtung eines Grabdenkmals in Rümmingen. Einen Teil seines Vermögens sollte seine Mutter befreundeten Revolutionären und seiner Verlobten Anna Maria Frei in Rümmingen vermachen. Am Folgetag, dem 9. August 1849, wurde Neff in Freiburg erschossen.
In einer Schrift hatte Neff für die deutschen Staaten eine demokratisch-soziale Politik und „Bundesrepublik“ gefordert. Mit der Gründung der BRD im Mai 1949 haben sich – 100 Jahre nach der Badischen Revolution – diese Ziele langfristig verwirklicht. Freiheit, Wohlstand und Bildung für alle sind für uns heute eine Selbstverständlichkeit.
(c) Carola Hoécker, 2025