Vor 200 Jahren starb Johann Peter Hebel. Immer noch fehlt eine kritische Ausgabe seiner Briefe.

Hebelbrief aus dem Stadtmuseum Schopfheim, letzte Seite

Johann Peter Hebel starb am 22. September 1826 während einer Dienstreise in Schwetzingen, wo er auch beerdigt wurde. Egal, welche Briefausgabe des in Basel geborenen badischen Dichters man in die Hand nimmt, keine ist vollständig. Das ist kaum verwunderlich, denn es kommen immer wieder mal Briefe aus Privatsammlungen an die Öffentlichkeit. Überraschend ist jedoch, dass bislang weder eine kritische Gesamtedition noch ein systematischer Überblick der Überlieferungsorte veröffentlicht wurde.
Hebelbriefe finden sich vor allem in Archiven, Bibliotheken und Museen in Basel, Heidelberg, Karlsruhe, Lörrach, Marbach, Schopfheim und Straßburg, sind also auf drei aneinander grenzende Länder verteilt. Sie spiegeln sowohl Hebels Lebensstationen wieder als auch sein stark verzweigtes berufliches und privates Netzwerk. Ganz vorne liegen dabei die Brieffreundschaften mit Friedrich Wilhelm Hitzig in Lörrach und seiner platonischen Liebe Gustave Fecht in Weil am Rhein.
Während der Inventarisierung von Objekten für das Stadtmuseum Schopfheim konnte ich feststellen, dass sich dort auch bisher unveröffentlichte Hebelautographen befinden, darunter mehrere Briefe. Einen schon bekannten Brief habe ich jetzt digitalisiert und veröffentlicht. Sie können ihn unter museum-digital finden: Hier klicken